Was ist timekpr-next?
Das kleine Programm https://mjasnik.gitlab.io/timekpr-next/ rüstet eine Medienzeitüberwachung wie sie von Google Family Link, Microsoft Family Safety oder Apples Bildschirmzeit bekannt ist unter Ubuntu-basierten Linux-Betriebssystemen nach.
Bei mir läuft die Software auf einem Linux Mint System ohne Probleme.
Funktionsweise
Für das (oder die) Kinder richtet man einen unprivelegierten Benutzer auf dem System ein. Die Eltern haben einen separaten Benutzeraccount. Vom Account der Eltern aus wird die Medienzeit des Kindes eingestellt.
Es gibt ganz klassisch ein Zeitlimit pro Wochentag, darüber hinaus können aber auch Limits pro Woche oder pro Monat gesetzt werden. Darüber hinaus gibt es den noch etwas komplizierteren PlayMode. Hierbei wird nicht die am System angemeldete Zeit beschränkt, sondern nur die Zeit für spezifische Programme wie den Webbrowser, steam o.ä. Dabei kann konfiguriert werden, ob die PlayTime zusätzlich zur generellen Nutzungszeit wirkt oder ob die generelle Nutzungszeit “frei” ist und nur die Zeit für einzelne Anwendungen überwacht wird. Beispiel: Beim normalen Modus kann die gesamte Bildschirmzeit am Tag beispielsweise auf 60 Minuten begrenzt werden, die Nutzung des Webbrowsers durch Überwachung des Prozesses “firefox” allerdings auf 30 Minuten eingeschränkt werden. Wenn das Kind also zunächst 15 Minuten Vokabeln lernt und dann den Webbrowser startet, kann der Browser 30 Minuten genutzt werden. Danach wird er “abgeschossen”, auch immer wieder nach erneutem Start. Nach weiteren 15 Minuten ist dann die gesamte Nutzungszeit um und das Kind wird abgemeldet. Nach erneutem Anmelden wird das Kind innerhalb von 3 Sekunden wieder abgemeldet, sodass eine Weiternutzung unmöglich ist.
Über die Eltern-App kann in Ausnahmesituationen Extrazeit für den aktuellen Tag gegeben werden, es kann aber auch die Zeit heruntergestuft oder auf ein bestimmtes Limit gesetzt werden, beispielsweise, wenn das Kind an dem Tag bereits sehr viel das Handy genutzt hat.
Bewertung
Insgesamt eine - soweit ich das bisher beurteilen kann - gut funktionierende App. Der Komfort einer dazugehörigen Handy-App fehlt zwar, dafür ist die lokale Umsetzung umso solider.